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Bar­rie­re­frei-Gas­tro- & Kulturführer

Bar­rie­re­frei - Gas­tro- & Kul­tur­füh­rer   -   Schwer­punkt Norddeutschland

Baden-Wür­t­­te­m­­berg

Das Bild zeigt einen Blick auf Heidelberg vom Schloss aus; zu sehen sind Häuser der Altstadt, der Neckar, die Alte Brücke und der Heiligenberg und

Baden-Würt­tem­berg – das Land der Bur­gen und Schlös­ser und ande­ren berühm­ten Sehens­wür­dig­kei­ten. Wer hät­te gedacht, dass die­se bar­rie­re­frei sind? Jeden­falls zum Teil. Eine klei­ne Aus­wahl davon fin­den Sie hier, inklu­si­ve Infor­ma­tio­nen zur Barrierefreiheit.

Für alle Sehens­wür­dig­kei­ten gilt unser Tipp: Allen Men­schen mit Mobi­li­täts- oder Sin­nes­einschrän­kun­gen sei eine gebuch­te Füh­rung empfohlen.

Schloss Hei­del­berg

Als berühm­te Sehens­wür­dig­keit wäre natür­lich zunächst das Schloss Hei­del­berg zu nen­nen. Ehe­dem Resi­denz der Kur­fürs­ten von der Pfalz, heut­zu­ta­ge die Berühm­tes­te Rui­ne Deutsch­lands. Und sicher­lich die schöns­te - oder zumin­dest eine der schönsten. 

Dort wur­de uns gleich ein gan­zer Kof­fer vol­ler Bar­rie­re­frei­heit prä­sen­tiert: Lau­ter Mate­ria­li­en, mit denen Men­schen mit Han­di­cap das Schloss erfahr­bar gemacht wer­den. Denn das ist qua­si natur­ge­mäß nicht kom­plett barrierefrei.

Um rol­len­den Gäs­ten auf Augen­hö­he zu begeg­nen, wur­de ein Kar­ten­schal­ter in Sitz­hö­he ein­ge­rich­tet. Selbst­ver­ständ­lich ist auch ein Behin­der­ten-WC vorhanden.

Der Boden besteht aus gro­bem Kopf­stein­pflas­ter. Des­halb gibt es die Mög­lich­keit, einen Roll­stuhl mit spe­zi­el­len Rädern aus­zu­lei­hen. Die­ser muss vor­her gebucht werden.

Zur Über­brü­ckung von Stu­fen und Stei­gun­gen sind mobi­le Ram­pen vorhanden.

Man­che Stei­gun­gen sind jedoch extrem steil, so dass für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen nur mit Hil­fe – oder auch gar nicht zu über­win­den sind. Des­halb wur­den Fotos ange­fer­tigt von den Berei­chen, die Roll­stuhl­fah­rer nicht errei­chen kön­nen, um die­sen einen Ein­druck vom Schloss zu vermitteln.

Latex­hand­schu­he sor­gen dafür, dass Blin­de die Sta­tu­en anfas­sen kön­nen und Men­schen mit Sin­nes­einschrän­kun­gen wird spie­le­risch die Grö­ße des Schlos­ses und des­sen Alter nahegebracht.

Das alte Gemäu­er ist mit moderns­ter Tech­nik aus­ge­stat­tet, bei­spiels­wei­se mit einem Fahr­stuhl, bei dem die Knöp­fe ertast­bar sind.

Auch für Speis und Trank ist gesorgt, selbst­ver­ständ­lich bar­rie­re­frei erreichbar.

Resi­denz­schloss Ludwigsburg

Die Bau­wer­ke ste­hen unter der Ver­wal­tung der „Staat­li­che Schlös­ser und Gär­ten Baden-Würt­tem­berg“. Die­se emp­fahl mir das Schloss Lud­wigs­burg, da es „Rei­sen für Alle“ zer­ti­fi­ziert ist.

Auch dort erle­ben Besu­che­rin­nen und Besu­cher so man­che ange­neh­me Über­ra­schung, denn auch dort wur­de sehr viel Mühe und Krea­ti­vi­tät in die Aus­ge­stal­tung inves­tiert, damit die­se mög­lichst bar­rie­re­arm ist.

Für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät ste­hen direkt vor dem Ein­gang Behin­der­ten-Park­plät­ze zur Ver­fü­gung. Die­se sol­len aus­ge­baut werden.

Für rol­len­de Gäs­te steht auch hier ein Tre­sen auf Augen­hö­he zur Ver­fü­gung, Schließ­fä­cher in Sitz­hö­he sind direkt am Gang reserviert.

Behin­der­ten-WCs sind vor­han­den, zudem steht eine Lie­ge zur Ver­sor­gung erwach­se­ner Schwerst­be­hin­der­ter zur Verfügung.

Im Schloss sind die meis­ten Berei­che zugäng­lich, bei Neu­ge­stal­tung wur­de dar­auf geach­tet, dass aus­rei­chend Fahr­stüh­le zur Ver­fü­gung ste­hen, so dass Per­so­nen mit ent­spre­chen­dem Bedarf nach einer Füh­rung bei­spiels­wei­se nicht den gan­zen Weg durch die Anla­ge zurück­le­gen müs­sen, um wie­der auf den Schloss­platz zu gelan­gen. Die Zif­fern auf der Knopf­leis­te im Fahr­stuhl kön­nen ertas­tet werden.

Mobi­le Ram­pen sor­gen zudem für Bewe­gungs­frei­heit, trotz­dem sind nicht alle Berei­che bar­rie­re­frei. Aber es ist mög­lich, sich auch rol­lend einer der Schloss­füh­run­gen anzuschließen.

Blü­hen­des Barock

Jedes anstän­di­ge Schloss braucht einen anstän­di­gen Gar­ten. So auch Schloss Lud­wigs­burg. Und das „Blü­hen­de Barock“ – so heißt der Schloss­gar­ten – kann sich durch­aus sehen las­sen. Der Gar­ten wur­de ab 1704 gleich mit dem Bau des Schlos­ses ange­legt, zunächst mit Zier­pflan­zen. Knapp 100 Jah­re spä­ter, 1797, kam der Nutz­gar­ten hin­zu und ab 1828 wur­den die Gär­ten für das Volk geöff­net und land­wirt­schaft­lich genutzt.

Aus Anlass des 250-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums von Schloss und Stadt Lud­wigs­burg 1954 wur­den die Anla­gen völ­lig neu gestal­tet und unter dem Namen „Blü­hen­des Barock“ am 23. April 1954 neu eröff­net. Hun­dert­tau­sen­de Schau­lus­ti­ge ström­ten her­bei, so wur­de beschlos­sen, das „Blü­hen­de Barock“ als Dau­er­gar­ten­schau zu betreiben.

Schloss und Gar­ten kön­nen getrennt von­ein­an­der besich­tigt wer­den. Bei­des lohnt sich jedoch.

Der Gar­ten ist nicht nur hübsch anzu­schau­en, son­dern auch ein Stück Kul­tur­ge­schich­te. Bei­spiels­wei­se das Schau­kel­haus mit der Cabrio­let-Schau­kel stammt ursprüng­lich aus dem Jahr 1802. 1998 wur­de das Schau­kel­haus rekon­stru­iert, nach his­to­ri­schem Vor­bild, doch zum Schutz der Gäs­te unter Berück­sich­ti­gung aktu­el­ler Sicherheitsvorschriften.

Wie auch das Schloss ist das „Blü­hen­de Barock“ wei­test­ge­hend bar­rie­re­frei, die Wege sind größ­ten­teils geteert und ein Behin­der­ten-WC ist vorhanden.

Muse­um Ritter

„Qua­dra­tisch, prak­tisch, Kunst“, ist das Mot­to im Muse­um Rit­ter. Dort wer­den gesam­mel­te Wer­ke der Fir­men­mit­ei­gen­tü­me­rin Mar­li Hop­pe-Rit­ter aus­ge­stellt. Beson­de­res Mar­ken­zei­chen: Bei den Kunst­wer­ken han­delt es sich bis auf weni­ge Aus­nah­men um geo­me­tri­sche Kunst, meis­tens in Form eines Quadrats.

Die Aus­stel­lun­gen wech­seln, was bleibt, ist der groß­zü­gi­ge Auf­bau, die brei­ten Gän­ge, die viel­fäl­ti­gen Mög­lich­kei­ten, Kunst nicht zu bestau­nen, son­dern auch anzu­fas­sen und inter­ak­tiv zu agieren. 

Ein kos­ten­los aus­leih­ba­res trag­ba­res Audio­ge­rät ermög­licht den Gäs­ten, sich über die Künst­le­rin­nen und Künst­ler sowie jedes ein­zel­ne Kunst­werk zu infor­mie­ren, des­sen Ent­ste­hung und was uns die Kunst­schaf­fen­den damit sagen wol­len. Das ist nicht nur unter­halt­sam, son­dern eine gute Mög­lich­keit für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Seh­fä­hig­keit, sich die Aus­stel­lung anzueignen.

Ins­ge­samt wird Bar­rie­re­frei­heit sehr groß geschrie­ben im Muse­um Rit­ter. Die aus­ge­stell­ten Wer­ke sind auch sit­zend zu betrach­ten, ein groß­zü­gi­ger Fahr­stuhl macht auch die Aus­stel­lungs­räu­me im 1. Stock zugäng­lich und als Beson­der­heit bie­tet das Muse­um Füh­run­gen für Men­schen mit Demenz an. Ein Behin­der­ten-WC befin­det sich auf der unte­ren Ebe­ne zwi­schen Muse­ums­shop und Café.

Im Nach­bar­ge­bäu­de ist das Besu­cher­zen­trum von Rit­ter Sport mit der Scho­koWerk­statt und dem Scho­ko­Shop unter­ge­bracht, eben­falls alles bar­rie­re­frei. Dort kön­nen Inter­es­sier­te sich in einem Rund­gang über die Fir­men­ge­schich­te infor­mie­ren. Eine Aus­stel­lung und Ani­ma­ti­ons­fil­me machen die Fir­men­phi­lo­so­phie des Hau­ses Rit­ter trans­pa­rent. Dazu gehö­ren auch Infor­ma­tio­nen zu den Kakao-Anbaugebieten.

Rit­ter Sport ist die ers­te kon­ven­tio­nel­le Süß­wa­ren­fir­ma, die ihren Kakao aus­schließ­lich aus nach­hal­ti­gem Anbau bezieht. Dabei wer­den nicht nur Sozi­al­stan­dards für die Beschäf­tig­ten und ein umwelt­scho­nen­der Anbau berück­sich­tigt, son­dern auch die Ansie­de­lung ver­schie­dens­ter Tier­ar­ten gewährleistet.

Wer sich nicht nur theo­re­tisch über die Fir­men­ge­schich­te infor­mie­ren, son­dern die Erzeug­nis­se kos­ten möch­te, dem sei der Sho­ko­Shop emp­foh­len. Aller­dings ist hier Vor­sicht gebo­ten: Ganz prak­tisch wird hier auf qua­dra­ti­scher Flä­che Gutes ange­bo­ten – und zwar in aus­rei­chen­der Men­ge: Das gesam­te aktu­el­le Sor­ti­ment, Aus­lauf­mo­del­le zu redu­zier­tem Preis sowie Test­va­ri­an­ten, die noch in der Ent­wick­lungs­pha­se sind und erst in Zukunft in den Han­del kom­men, oder es auch nie in die Waren­re­ga­le schaffen.

Schle­cker­mäu­ler soll­ten kei­nes­falls den Besuch im haus­ei­ge­nen Café im Gebäu­de des Muse­ums aus­las­sen. Dort wer­den nicht nur köst­li­che Back­wa­ren, son­dern auch mit Scho­ko­la­de ver­edel­te Kaf­fee­va­ria­tio­nen ange­bo­ten. Sowie die hier­zu­lan­de wirk­lich ein­zig­ar­ti­ge Limo­na­de aus der Kakaofrucht.

Wer mit dem Elek­tro­au­to anreist, kann wäh­rend der Zeit des Schau­ens und des Schlem­mens an der Lade­sta­ti­on auf dem Park­platz direkt vor dem Muse­um ganz unkom­pli­ziert das Auto aufladen.

Wil­hel­ma

Wer den Stutt­gar­ter Zoo, die Wil­hel­ma, besucht, soll­te viel Zeit mit­brin­gen: Auf 30 ha sind 11.500 Tie­re aus 1.200 Arten sowie ein bota­ni­scher Gar­ten mit 8.500 Pflan­zen­ar­ten aus allen Kli­ma­zo­nen der Erde zu bestaunen.

Ein­ge­weiht wur­de der nach König Wil­helm I. benann­te Tier­park am 30. Sep­tem­ber 1846 in Bad Cann­statt, dem ältes­ten Stadt­teil der heu­ti­gen baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­haupt­stadt. Als Vor­bild gilt die 1812 von Fried­rich I. gegrün­de­te Mena­ge­rie am heu­ti­gen Neckar­tor. Dort wur­den anfangs 220 Tie­re ausgestellt.

Die Beson­der­heit der Mena­ge­rie waren die Tafeln mit den Erläu­te­run­gen zu den Tie­ren und die Öff­nung für die Bevöl­ke­rung. Die­ses Kon­zept wur­de für die Wil­hel­ma über­nom­men,  die Aus­stel­lung um Pflan­zen erwei­tert und 1945 wur­de sogar Gemü­se zur Ver­sor­gung der Stutt­gar­ter Kran­ken­häu­ser angebaut.

Nach dem ers­ten Welt­krieg wur­de die Tier­schau ein­ge­stellt und die Wil­hel­ma der Öffent­lich­keit als bota­ni­scher Gar­ten zugäng­lich gemacht. Erst nach 1945 wur­den tem­po­rä­re Aus­stel­lun­gen mit Tie­ren ver­schie­de­ner Arten oder ver­schie­de­ner Regio­nen orga­ni­siert. Nach den Aus­stel­lun­gen ver­blie­ben die Tie­re in der Wil­hel­ma, so dass sich nach und nach eine statt­li­che Anzahl ansam­mel­te. Da die Bevöl­ke­rung offen­bar bereit war, auch hohe Ein­tritts­prei­se zu zah­len, konn­te das Zoo-Kon­zept wie­der rea­li­siert wer­den. Und zwar so erfolg­reich über die Jahr­zehn­te hin­weg, dass die Wil­hel­ma Anfang 2022 auf Platz 5 der bes­ten Zoos der Welt gewählt wurde.

Aber auch archi­tek­to­nisch hat die Wil­hel­ma eini­ges zu bie­ten: Da wäre der mau­ri­sche Gar­ten zu nen­nen, der seit der Eröff­nung 1946 besteht und 1847/48 mit Fon­tä­nen aus­ge­stat­tet wur­de. In den 1950er Jah­ren wur­de der Teich mit See­ro­sen bestückt.

Im angren­zen­den Wan­del­gang kön­nen die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ein phy­si­ka­li­sches Phä­no­men erle­ben: Die Flüs­ter­ga­le­rie. Dort ist eine pro­blem­lo­se Unter­hal­tung in gedämpf­ter Laut­stär­ke über eine Distanz von etwa 40 Metern möglich.

Am Ende des Rund­gangs wird es sta­che­lig: Den Abschluss bil­det das Kak­teen­haus mit vie­len ver­schie­de­nen Kaktusarten.

Auf dem Are­al der Wil­hel­ma befin­det sich ein bar­rie­re­frei­es Restau­rant, das u.a. Steck­do­sen mit aus­rei­chen­der frei­er Flä­che zur Auf­la­dung von E-Rol­lis bereit­stellt. Die Türen zum Restau­rant sind auto­ma­tisch öff­nend, die Tische unterfahrbar.

Bar­rie­re­frei­heit ist ein gro­ßes The­ma in der Wil­hel­ma. Grund­sätz­lich sind die Wege befes­tigt, auf­grund von Bau­ar­bei­ten gibt es aber immer wie­der Abschnit­te, die pro­vi­so­risch errich­tet wer­den und ent­spre­chend schwie­rig sind für Men­schen im Rollstuhl.

Das Are­al hat in sich eine star­ke Stei­gung, die ent­we­der über Stu­fen oder stark anstei­gen­de Wege zu bewäl­ti­gen ist.

Ein Roll­stuhl  kann aus­ge­lie­hen wer­den, Behin­der­ten-WCs sind vor­han­den. Eben­so eine Lie­ge, auf der Erwach­se­ne gewi­ckelt wer­den kön­nen, oder aber für Not­fäl­le. Dafür ste­hen auch Defi­bril­la­to­ren zur Verfügung.

Text: Bir­git Gärtner

Fotos: Anja Jesin­ger, Bir­git Gärtner

All­ge­mei­ne Informationen

Schloss Hei­del­berg

Resi­denz­schloss Ludwigsburg

Blü­hen­des Barock

Muse­um Ritter

 

Wil­hel­ma

 
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His­to­ri­scher Jahr­markt im Frei­licht­mu­se­um am Kiekeberg

Her­ein­spa­ziert! Mit brei­tem Ange­bot an Fahr­ge­schäf­ten, Illu­sio­nen und Nasch­werk lockt der „His­to­ri­sche Jahr­markt“ Besu­cher zum Frei­licht­mu­se­um am Kie­ke­berg. Von Sonn­abend bis Mon­tag, dem 1. bis 3. Okto­ber, ver­wan­delt sich das gan­ze Muse­ums­ge­län­de in einen Rum­mel­platz von 1900 bis 1960. Der Jahr­markt ist von 10 bis 18 Uhr geöff­net. Der Ein­tritt kos­tet 9 Euro für Erwach­se­ne, für Besu­cher unter 18 Jah­ren ist er frei. Die Aus­stel­ler erhe­ben für die Attrak­tio­nen zusätz­li­che Kos­ten (0,50–3 Euro). Aktu­el­le Infor­ma­tio­nen unter www.kiekeberg-museum.de.

Spiel & Spaß

Bun­tes Jahr­marktstrei­ben – Besu­cher hören die Kon­zert­or­gel, es duf­tet nach Schmalz­ge­bäck und Sei­fen­bla­sen schwe­ben durch die Luft. Kin­der schwin­gen auf der Schiff­schau­kel, sau­sen mit dem Ket­ten­flie­ger durch die Luft und fah­ren mit der Berg- und Tal­bahn. Besu­cher jeden Alters erfreu­en sich am Kraft­mes­ser, an den Wurf- und Schieß­bu­den, am Dosen­wer­fen und Spie­len wie „Hau den Lukas“.

Bun­tes Programm

In Vor­füh­run­gen erle­ben sie Illu­sio­nen und Theater:

  • Floh­zir­kus „Fred­dy“ um 11.30, 13 und 15.30 Uhr mit Artis­tik und Kraft­ak­ten auf kleins­tem Raum
  • „Dort­mun­der Pup­pen­thea­ter“ um 11, 15 und 17 Uhr mit Kas­per, Hexe, Prin­zes­sin, Dra­che „Schnul­li“ und Hund „Bock­wurst-Käse­wurst“
  • „Schau­bu­de Mys­te­ri­um“ von 1958 mit einer leben­di­gen Frau ohne Kopf
  • „Eisen Hans“ – der wahr­schein­lich stärks­te Mann der Welt
  • „Otto­kar von Schnapp­schuss“ als „größ­ter Mann der Welt“

Herbst­ver­gnü­gen

Der His­to­ri­sche Jahr­markt fin­det zum 29. Mal im Frei­licht­mu­se­um am Kie­ke­berg statt. Jahr­märk­te dien­ten frü­her der Ver­sor­gung mit Waren des täg­li­chen Bedarfs, die nicht selbst her­ge­stellt wer­den konn­ten. Bereits im Mit­tel­al­ter waren sie ein Ver­gnü­gen im grau­en All­tag – zeit­lich mit dem Kir­chen­jahr und der Ern­te­zeit ver­knüpft, boten sie im Herbst Gele­gen­heit zum Essen, Trin­ken und Tan­zen. Das „fah­ren­de Volk” unter­hielt die Markt­be­su­cher mit Musik, Akro­ba­tik, Tier­schau und Erfin­dun­gen. Ende des 19. Jahr­hun­derts ent­stand in Deutsch­land eine flo­rie­ren­de Indus­trie mit Karus­sells, Schau­keln, Wurf­bu­den und Schießständen.

Text und Fotos: Frei­licht­mu­se­um am Kiekeberg

Infor­ma­tio­nen

Am Kie­ke­berg 1, 21224 Rosengarten 
040 - 790 17 60 
Sa, 1. – Mo, 3.10.2022, 10–18h
Ein­tritt: Erwach­se­ne 9 Euro, Kin­der und Jugend­li­che unter 18 Jah­ren frei 
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Aus­flugs­tipps

Rhein­­land-Pfalz

Rhein­land-Pfalz ist ein wun­der­schö­nes Fleck­chen Erde mit roman­ti­schen Orten und vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten. Eine klei­ne Aus­wahl davon fin­den Sie hier, inklu­si­ve Infor­ma­tio­nen zur Bar­rie­re­frei­heit. Für alle Sehens­wür­dig­kei­ten gilt unser Tipp: Allen Men­schen mit Mobi­li­täts- oder Sin­nes­einschrän­kun­gen sei eine gebuch­te Füh­rung empfohlen.

Mainz

Da wäre natür­lich zunächst ein­mal die Lan­des­haupt­stadt Mainz mit der male­ri­schen Alt­stadt. Ein geschichts­träch­ti­ger Ort, direkt am Rhein gele­gen, in dem Tra­di­ti­on und Moder­ne  einen inter­es­san­ten und auch reiz­vol­len Kon­trast bilden. 

Neben ver­schie­de­nen Sehens­wür­dig­kei­ten hat Mainz eini­ges an bar­rie­re­frei­er Außen­gas­tro­no­mie und einen wun­der­schö­nen Wochen­markt zu bie­ten. Laut Eigen­be­schrei­bung „einer der ältes­ten und schöns­ten Deutschlands”.

Im „mainz Store”, dem Tou­ris­mus­bü­ro, kann gegen Kau­ti­on ein Stadt­füh­rer in Braille­schrift  aus­ge­lie­hen werden.

Ein tak­ti­les Leit­sys­tem hilft Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Seh­fä­hig­keit, sich in der Stadt zurechtzufinden.

 

Teil die­ses Leit­sys­tems ist der öffent­li­che tak­ti­le Stadt­plan in der Alt­stadt. Dort sind auch öffent­li­che Behin­der­ten-WCs eingezeichnet. 

 

Guten­berg-Muse­um Mainz

Einer die­ser geschichts­träch­ti­gen Orte in Mainz ist ohne Zwei­fel das Guten­berg-Muse­um. Die­ses ist wei­test­ge­hend bar­rie­re­frei und „Rei­sen für Alle“ zer­ti­fi­ziert.

Aller­dings gibt es Area­le, die nicht, oder nur mit Assis­tenz, erreich­bar sind, z. B. der Bereich „Isla­mi­scher Kul­tur­kreis”. Die ver­schie­de­nen Ebe­nen sind mit­tels Fahr­stuhl zu errei­chen, ein Behin­der­ten-WC ist vorhanden.

Die Expo­na­te sind nicht nur zum anschau­en, son­dern teil­wei­se auch zum anfas­sen. Ange­bo­ten wer­den Füh­run­gen in Gebär­den­spra­che sowie spe­zi­el­le Füh­run­gen für Men­schen mit ein­ge­schränk­tem Seh­ver­mö­gen. Bei­des muss jedoch im Vor­feld gebucht werden. 

Außer­dem gibt es mit dem „Druck­la­den“ einen aus­ge­spro­che­nen Hands-on-Bereich für Alle, in dem unter Anlei­tung selbst gedruckt wer­den kann.

Ende 2023 wird das jet­zi­ge Muse­um geschlos­sen und am sel­ben Ort kom­plett neu erbaut, dann sol­len wei­te­re Hür­den für Men­schen mit Mobi­li­täts- oder sen­so­ri­schen Ein­schrän­kun­gen abge­baut werden.

Main­zer Dom und Dom- & Diözesanmusum

Unbe­dingt sehens­wert sind auch der Main­zer Dom und das ange­schlos­se­ne Dom­mu­se­um. Bei­des ist wei­test­ge­hend bar­rie­re­frei, aller­dings gibt es auch hier gibt es Berei­che, zu denen Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät kei­nen Zugang haben.  Aber so weit als mög­lich wur­den Ram­pen mit Gelän­dern instal­liert. Die­se sind z. T. zu steil, um sie allein zu bewältigen.

Der Dom ist tags­über für Besu­che­rin­nen und Besu­cher kos­ten­los geöff­net. Die­se kön­nen die Grö­ße der Basi­li­ka auf sich wir­ken las­sen und die ein­drucks­vol­le Orgel bestaunen.

 

Im Dom­mu­se­um sind vie­le Jahr­hun­der­te Kir­chen­ge­schich­te erfahr­bar und sowohl his­to­ri­sche als auch zeit­ge­nös­si­sche lit­ur­gi­sche Gegen­stän­de zu bewundern.

 

Im bestimm­ten Rah­men ist es mit Hil­fe eines Latex-Hand­schuhs mög­lich, die Expo­na­te anzu­fas­sen, ange­bo­ten wer­den auch spe­zi­el­le Füh­run­gen für Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Seh­fä­hig­keit. Die­se müs­sen jedoch vor­her gebucht werden.

 

Koblenz

Am Koblen­zer Bahn­hof ist das The­ma „Bar­rie­re­frei­heit“ wirk­lich vor­bild­lich gelöst. Zwar herrscht auf den Bahn­stei­gen der typi­sche Tru­bel und vor dem Fahr­stuhl sam­meln sich alle Fahr­gäs­te mit Kof­fern, Kin­der­wa­gen, Fahr­rä­dern, und eben auch Men­schen mit Rol­la­tor oder im Roll­stuhl. Wenn die­se Hür­de erst ein­mal über­wun­den ist, endet die Fahr­stuhl­fahrt in einem sepa­ra­ten Tun­nel, ohne die für Bahn­hö­fe ansons­ten übli­chen Menschenmassen. 

Wer nach lan­ger Zug­fahrt sich erst ein­mal stär­ken möch­te, kann das tun, ohne sich ins Getüm­mel stür­zen zu müs­sen. Am Ende des Tun­nels sind auf bei­den Sei­ten bar­rie­re­freie Lokalitäten.

Bereits schräg gegen­über vom Bahn­hofs-Gebäu­de  wird eini­ges an bar­rie­re­frei­er Außen­gas­tro­no­mie gebo­ten. Man­che Loka­le sind stu­fen­los, aller­dings ohne Behinderten-WC.

Ein öffent­li­ches Behin­der­ten-WC befin­det sich u.a. im „Forum Con­flu­en­tes“, in dem auch die – eben­falls bar­rie­re­freie – Tou­rist-Infor­ma­ti­on unter­ge­bracht ist.

Auch an der Rhein­pro­me­na­de ist für ein brei­tes kuli­na­ri­sches Ange­bot gesorgt. Lei­der auch hier vor­wie­gend nur Außengastronomie.

Fes­tung Ehrenbreitstein

Doch Koblenz hat nicht nur kuli­na­risch eini­ges zu bie­ten, son­dern auch in punk­to Sehens­wür­dig­kei­ten. Wer die wun­der­schön gele­ge­ne Stadt im „Drei­län­der­eck“ besucht, soll­te auf jeden Fall einen Tag für die Fes­tung Ehren­breit­stein einplanen.

Das his­to­ri­sche Gemäu­er beher­bergt ver­schie­de­ne Muse­en unter einem Dach und ver­bin­det dadurch völ­lig zwang­los Geschich­te und Gegenwart.

Das Bes­te dar­an: Die Fes­tung Ehren­breit­stein ist wei­test­ge­hend bar­rie­re­frei und eben­fallsRei­sen für Allezer­ti­fi­ziert.

Sie wur­de 2011 zur Bun­des­gar­ten­schau her­aus­ge­putzt, dabei wur­de auch an Bar­rie­re­frei­heit gedacht. Der Außen­be­reich ist kom­plett bar­rie­re­frei, inklu­si­ve tak­ti­lem Leit­sys­tem für Blin­de. Roll­stüh­le kön­nen aus­ge­lie­hen wer­den, an meh­re­ren Stel­len sind Behin­der­ten-WCs vor­han­den. Trotz allem gibt es Berei­che, die Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Mobi­li­tät nicht zugäng­lich sind.

Bei der Aus­stel­lung wur­de ver­sucht zu rea­li­sie­ren, dass Expo­na­te in Vitri­nen auch sit­zend ein­zu­se­hen sind. Auf­grund der Fül­le der Aus­stel­lungs­stü­cke, ist das aber nicht immer gelungen.

Es gibt einen Hands-on-Bereich, in dem Blin­de auch tas­ten kön­nen, außer­dem gibt es spe­zi­el­le Füh­run­gen für Blinde.

 

Die Expo­na­te sind nicht nur zum anschau­en, son­dern teil­wei­se auch zum anfas­sen. Ange­bo­ten wer­den Füh­run­gen in Gebär­den­spra­che sowie spe­zi­el­le Füh­run­gen für Men­schen mit ein­ge­schränk­tem Seh­ver­mö­gen. Bei­des muss jedoch im Vor­feld gebucht wer­den. Außer­dem gibt es mit dem „Druck­la­den“ einen aus­ge­spro­che­nen Hands-on-Bereich für Alle, in dem unter Anlei­tung selbst gedruckt wer­den kann.

Cochem

Das klei­ne male­ri­sche Städt­chen mit den uri­gen Gäss­chen ist eine der Per­len, die längs der Mosel auf­ge­reiht sind. Im Zen­trum befin­den sich vie­le Loka­le und klei­ne Geschäf­te, die vor allem mit hei­mi­schen Pro­duk­ten über­zeu­gen. Da wäre natür­lich vor allem der Wein­an­bau zu nen­nen, von dem nicht nur Cochem, son­dern die gesam­te Mosel­re­gi­on lebt.

Der Bahn­hof ist bar­rie­re­frei mit je einem Fahr­stuhl zu bei­den Glei­sen, der Weg zum Zen­trum stu­fen­los. Die Tou­rist-Infor­ma­ti­on ist „Rei­sen für Alle“ aus­ge­zeich­net, unter der Mosel­be­rü­cke am End­ert­platz befin­det sich eine öffent­li­che Toi­let­te inklu­si­ve Behin­der­ten-WC. Auch die Fahr­gast­schif­fe sind barrierefrei.

Cochem könn­te also ein klei­nes Eldo­ra­do für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen sein, wenn, …, tja, wenn da nicht die vie­len Aber wären.

Lei­der gibt es bis auf Außen­gas­tro­no­mie kaum Ange­bo­te mit behin­der­ten­ge­rech­ter Toilette.

Hoch über der Stadt thront majes­tä­tisch die Reichs­burg, die mit Auto, zu Fuß oder dem Bus erreich­bar ist.  Weder die Burg noch der Bus sind jedoch barrierefrei.

Die klei­ne Mosel­per­le lädt förm­lich zum Blei­ben ein, doch auch Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten sind für Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen rar gesät. Die Jugend­her­ber­ge Cochem sowie eine Feri­en­woh­nung imHaus Mosel­pro­me­na­desind „Rei­sen für Alle“ zer­ti­fi­ziert. Ansons­ten ver­fügt dasMosels­tern Hotel Bri­x­ia­de & Tri­toneige­nen Anga­ben zufol­ge über Ange­bo­te für „Geh­be­hin­der­te und Roll­stuhl­fah­rer“. Eben­so dasWein­haus Grä­fen“, dasFeri­en­do­mi­zil zur Burgsowie dasMosel­ro­man­tik Hotel Weiss­müh­le“.

Text und Fotos: Bir­git Gärtner

All­ge­mei­ne Informationen

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Aus­flugs­tipps

Lüne­bur­ger Heide

Das Bild zeigt die Heidefläche am Totengrund; zu sehen sind Wachholderbäume, lila Heideblüten und blauer Himmel

Ein Aus­flug in die Lüne­bur­ger Hei­de lohnt sich immer, aber zur Hei­de­blü­te ist es dort eben beson­ders ansehn­lich. Neben den Hei­de­flä­chen gibt es vie­le schö­ne Fle­cken und nach­ge­ra­de ver­wun­schen anmu­ten­de Orte in der Regi­on. Eine klei­ne Aus­wahl fin­den Sie hier, inklu­si­ve Infor­ma­tio­nen zur Barrierefreiheit.

Hei­de­blü­ten-Baro­me­ter

Das bild zeigt das Heideblüten-Barometer auf der Webseite des Ntionalparks Lüneburger Heide

Gemäß einer Faust­re­gel blüht die Hei­de vom 8.8. bis zum 9.9. Das Schö­ne ist: Die Hei­de weiß das gar nicht und blüht, wann sie will. Zumin­dest zwi­schen Ende Juli bis Anfang/Mitte Sep­tem­ber - und zwar jedes Jahr nach ihrem eige­nen Rhyth­mus. Dann ver­wan­delt sich die Regi­on in einen lila Blü­ten­tep­pich. Nicht über­all gleich, genaue Aus­kunft über den aktu­el­len Stand an den ein­zel­nen Orten gibt das „Hei­de­blü­ten-Baro­me­ter“. Dort fin­den Sie auch Fotos vom Blü­ten­stand in den ein­zel­nen Flächen.

Buch­wei­zen-Spe­zia­li­tä­ten

Neben den berühm­ten Heid­schnu­cken spielt Buch­wei­zen eine gro­ße Rol­le in der Regi­on. Die­se wur­de tra­di­tio­nell ange­baut und wird mitt­ler­wei­le wie­der rekul­ti­viert, z. B. am Wil­se­der Berg. Spe­zia­li­tä­ten aus Buch­wei­zen wer­den über­all ange­bo­ten, aber, Vor­sicht, die Buch­wei­zen­tor­te hat es echt in sich. Eine Minia­tur­aus­ga­be gibt es nicht. Aller­dings bie­ten vie­le Cafés auch Buch­wei­zen-Pfann­ku­chen an, die sind nicht ganz so mäch­tig wie die Torte.

Joë­let­te

Die Regi­on ist qua­si natur­ge­mäß größ­ten­teils unweg­sam. Autos sind kom­plett ver­bo­ten,  Men­schen dür­fen sich nur auf vor­ge­ge­be­nen Wegen bewe­gen. Die­se haben z. T. fes­ten Unter­grund, damit sie bei­spiels­wei­se mit dem Fahr­rad befahr­bar sind. Fahr­rä­der, auch E-Bikes, kön­nen an vie­len Orten aus­ge­lie­hen werden.

Wei­te Tei­le sind jedoch schwer zugäng­lich. Eine Hil­fe ist da die Joë­let­te, ein gelän­de­gän­gi­ger Roll­stuhl, der aus­ge­lie­hen wer­den kann. Not­wen­dig sind aller­dings min­des­tens drei zusätz­li­che Per­so­nen neben der Per­son, die beför­dert wer­den soll. Die Joë­let­te ist in Win­sen sta­tio­niert, kann aber nach Abspra­che ent­spre­chend ihres Ein­satz­ge­bie­tes posi­tio­niert werden.

Hei­de-Shut­tle-Bus

Nichts­des­to­trotz gibt es eini­ge Orte, an denen auch Men­schen mit Mobi­li­täts­ein­schrän­kun­gen unbe­schwert Urlaubs­fee­ling genie­ßen kön­nen. Um der gan­zen Wahr­heit die Ehre zu geben: Für Men­schen im Roll­stuhl wird es ein Kurz­tripp, denn roll­stuhl­ge­rech­te Über­nach­tungs­an­ge­bo­te gibt es weni­ge. Einen Über­blick über Unter­künf­te, die nach der bun­des­wei­ten Kenn­zeich­nung „Rei­sen für Alle” bewer­tet wur­den, bie­tet die Web­sei­te des Natio­nal­parks Lüne­bur­ger Heide.

Eine wun­der­ba­re Mög­lich­keit, sich in der Regi­on zu bewe­gen, oder sie ein­fach nur anzu­schau­en, ist der „Hei­de-Shut­tle“, ein Nie­der­flur­bus, der kos­ten­los auf fünf Lini­en in dem gesam­ten Gebiet, Nord- und Süd­hei­de, ver­kehrt. Aller­dings ist dabei zu beach­ten, dass nur ein Roll­stuhl in einen Bus passt, Hand­bikes müs­sen abge­baut wer­den. Fahr­rä­der kön­nen auf dem Anhän­ger des Bus­ses trans­por­tiert werden.

Buch­holz in der Nordheide

Von Ham­burg aus gese­hen ist die ers­te Sta­ti­on Buch­holz in der Nord­hei­de. Das klei­ne Städt­chen wur­de in den letz­ten 10 Jah­ren stark auf­ge­hübscht und ist von daher bar­rie­re­frei zu erkunden.

Mitt­wochs und sams­tags fin­det dort ein wirk­lich schö­ner Wochen­markt statt.

Bar­rie­re­freie Kultur

Das gas­tro­no­mi­sche Ange­bot ist beacht­lich, vor allem viel­fäl­tig. Lei­der sind Behin­der­ten-WCs rar gesät. Eines ist in dem Ver­an­stal­tungs­zen­trum „Empo­re“ vor­han­den, das auch von Gäs­ten des Restau­rants „Lim´s“ genutzt wer­den kann.

Auch das Restau­rant „Black Oli­ve 25“ ver­fügt über ein Behin­der­ten-WC, das jedoch nur von einer Sei­te befahr­bar ist und der Weg dort­hin ist mit u.a. Kin­der­stüh­len voll­ge­stellt. Die Hin­der­nis­se sind indes ein­fach zu beseitigen.

 

Das Büsen­bach­tal

Im schö­nen Büsen­bach­tal sind die ers­ten Hei­de­flä­chen zu bestau­nen und zudem lädt das Café/Restaurant „ Der Schaf­stall“ zu einem Besuch ein. Dort erwar­ten die Gäs­te Kuchen und Tor­ten in Hül­le und Fül­le, aber auch regio­na­le Spe­zia­li­tä­ten von der Heidschnucke.

Das Lokal befin­det sich, wie der Name schon sagt, in einem ehe­ma­li­gen Schaf­stall, ist ent­spre­chend urig und gemüt­lich ein­ge­rich­tet und hat einen lau­schi­gen Bier­gar­ten. Der Boden ist uneben, aber für Roll­stüh­le befahr­bar, mög­li­cher­wei­se jedoch nicht ohne frem­de Hil­fe. Restau­rant und Bier­gar­ten sind stu­fen­los, ein Behin­der­ten-WC ist vorhanden.

Han­de­loh

Die Hei­de­bahn von Buch­holz nach Han­no­ver führt durch das Büsen­bach­tal und wei­ter nach Han­de­loh. Das klei­ne Ört­chen ist nicht so wahn­sin­nig spek­ta­ku­lär, hat aber eini­ge Attrak­tio­nen zu bie­ten, bei­spiels­wei­se den Pla­ne­ten­lehr­pfad, auf dem auf 1,2 km das Son­nen­sys­tem durch­lau­fen oder gefah­ren wer­den kann, denn der Weg ist  kom­plett bar­rie­re­frei, die Schau­ta­feln auch sit­zend ein­seh­bar. Der Weg vom Bahn­hof zum Pla­ne­ten­lehr­pfad ist bar­rie­re­frei, aller­dings stark ansteigend.

Am Bahn­hof Han­de­loh und im Rat­haus befin­den sich Behin­der­ten-WCs, das im Rat­haus ist jedoch nur zu des­sen Öff­nungs­zei­ten zugänglich.

Der Cas­sens­hof

Ca. 1 km ent­fernt vom Bahn­hof Han­de­loh befin­det sich der „Cas­sens­hof“, ein Bau­ern­hof mit Land­wirt­schaft zum anfas­sen, einem gemüt­li­chen Café, einem wun­der­schö­nen Gar­ten und einem klei­nen Hof­la­den. Gas­tro­no­mie und Laden sind bar­rie­re­frei, ein Behin­der­ten-WC ist nicht vorhanden.

Unde­loh

Direkt gegen­über vom „Cas­sens­hof“ hält der „Hei­de-Shut­tle“ auf dem Weg nach Unde­loh. Das wun­der­schö­ne Dorf hat über­ra­schend viel zu bie­ten. Für Tou­ris­tin­nen und Tou­ris­ten gene­rell, aber auch für sol­che mit Mobli­täts­ein­schrän­kun­gen. Zwar gibt es eini­ge Stei­gun­gen, aber grund­sätz­lich ist der gesam­te Dorf­kern bar­rie­re­frei. Auf dem Markt­platz befin­det sich eine betreu­te öffent­li­che Toi­let­te inklu­si­ve Behinderten-WC.

In Unde­loh gibt es ein gro­ßes Ange­bot an bar­rie­re­frei­er Außengastronomie.

Wäh­rend der Sai­son fin­det dort täg­lich ein Bau­ern­markt statt, auf dem loka­le Spe­zia­li­tä­ten und Erzeug­nis­se aus der Regi­on ange­bo­ten wer­den. Ein Besuch lohnt sich auch nur zum gucken. An der Imbiss­bu­de gibt es erwar­tungs­ge­mäß Brat­wurst – und zwar von der Heidschnucke.

Hei­de­ro­se

Das Restau­rant „Hei­de­ro­se“ ist innen urge­müt­lich und bei gutem Wet­ter sitzt es sich gut auf der wun­der­schö­nen Ter­ras­se. Natür­lich wird auch hier die unver­meid­li­che Buch­wei­zen­tor­te ange­bo­ten, dar­über hin­aus ein wech­seln­des Ange­bot an loka­len und sai­so­na­len Spei­sen. Die „Hei­de­ro­se“ ver­fügt über ein Behin­der­ten-WC, das  per Fahr­stuhl erreich­bar ist.

Unde­lo­her Hof

Schräg gegen­über der „Hei­de­ro­se“ liegt der „Unde­lo­her Hof“, bei­des wun­der­schö­ne alte Bau­ern­häu­ser, innen gemüt­lich ein­ge­rich­tet und mit gro­ßem Gar­ten­be­reich. Bei­de Häu­ser sind auch Hotel, aller­dings bie­tet kei­nes davon roll­stuhl­ge­rech­te Zim­mer an.

Bei­de Häu­ser betrei­ben Kutsch­be­trie­be, der „Unde­lo­her Hof“ bie­tet bar­rie­re­freie Kutsch­fahr­ten an.

Wil­se­de

Die Kut­schen steu­ern den Wil­se­der Berg an, dort wird wie ein­gangs erwähnt Buch­wei­zen angebaut.

Dar­über hin­aus gibt es ein gro­ßes Ange­bot an Gas­tro­no­mie, im Außen­be­reich bar­rie­re­frei. Auch ein Behin­der­ten-WC ist vorhanden.

Mit ein biß­chen Glück kommt ein Schä­fer mit sei­ner Her­de des Wegs.

Dat ole Huus

Das Hei­mat­mu­se­um „Dat ole Huus“ gibt einen anschau­li­chen Über­blick, wie die Men­schen in der Regi­on frü­her gelebt haben. Das Haupt­ge­bäu­de steht unter Denk­mal­schutz, der aller­dings ein biss­chen über­lis­tet wer­den konn­te: Ohne die Bau­struk­tur zu ver­än­dern, wur­de ein bar­rie­re­frei­er Zugang geschaf­fen, indem der Holz­bal­ken im Ein­gang mit einem Schar­nier ver­se­hen wur­de, so dass er pro­blem­los ange­ho­ben wer­den kann. Der Boden besteht aus gro­bem Kopfsteinpflaster.

Der Toten­grund

Ein klei­ner Fuß­weg führt zum Toten­grund, für Aus­wär­ti­ge einer der bekann­tes­ten und belieb­tes­ten Hei­de­flä­chen in der gesam­ten Regi­on. Der Weg ist ein natur­be­las­sen mit ent­spre­chen­den Unweg­bar­kei­ten wie Baum­wur­zeln oder mit­un­ter auch Hin­der­nis­sen wie abge­fal­len Äste oder gar Baum­stäm­me. Mit Unter­stüt­zung ist der Weg jedoch auch für Men­schen im Roll­stuhl zu schaf­fen. Die Mühe wird mit einem sen­sa­tio­nel­len Blick auf die Wach­hold­er­hei­de belohnt.

Wild­parks in der Lüne­bur­ger Heide

Gleich zwei Tier­parks bie­ten aller­hand tie­ri­sche Sen­sa­tio­nen: Der „Wild­park Schwar­ze Ber­ge“ und der „Wild­park Lüne­bur­ger Hei­de“. Bei­de sind in Tei­len bar­rie­re­frei, bie­ten Roll­stüh­le an und ver­fü­gen über Behinderten-WCs.

Der „Wild­park Schwar­ze Ber­ge“ ist mit dem HVV erreich­bar, der „Wild­park Lüne­bur­ger Hei­de“ ist eine der Hal­te­stel­len des „Hei­de Shuttles“.

An den „Wild­park Lüne­bur­ger Hei­de“ schließt der „Baum­wip­fel­park“ an, eine Platt­form mit einem impo­san­ten Holz­turm. Auch der ist bar­rie­re­frei erreichbar.

Frei­licht­mu­se­um am Kiekeberg

Ein schö­nes Aus­flugs­ziel zu allen Jah­res­zei­ten ist das „Frei­licht­mu­se­um am Kie­ke­berg“. Das bezeich­net sich selbst als „bar­rie­re­arm“, damit soll aus­ge­sagt wer­den, dass wei­te Tei­le pro­blem­los auch rol­lend erkun­det wer­den kön­nen, man­che Area­le aber so unweg­sam oder so steil sind, dass sie für Gäs­te im Roll­stuhl nicht geeig­net sind.  Das gilt auch für die bei­den Tierparks.

 

Alle Gebäu­de des Frei­licht­mu­se­ums sind bar­rie­re­frei, Behin­der­ten-WCs sind vor­han­den. Ein wun­der­schö­ner Hof­la­den lädt zum stö­bern ein.

Auch für Essen und Trin­ken ist gesorgt, wer mag, kann sich aber auch selbst ver­sor­gen. Über­all auf dem Gelän­de befin­den sich Bän­ke und Tische.

Frisch gerös­te­ter Kaffee

Im Haupt­ge­bäu­de des Muse­ums befin­det sich die „Kof­fie­tied Rös­te­rei­Ca­fé“. Dort kön­nen nicht nur herr­lich duf­ten­de Kaf­fee­spe­zia­li­tä­ten und frisch geba­cke­ner Kuchen genos­sen wer­den, son­dern an bestimm­ten Tagen wird dort vor Ort geröstet.

Roman­ti­sche Location

Der Muse­ums­gast­hof „Stoof Mud­ders Kroog“ bie­tet neben Kaf­fee und Kuchen regio­na­le und sai­so­na­le Spe­zia­li­tä­ten an. Der uri­ge Gast­raum ist eben­so ein­la­dend wie die schö­ne Gartenterrasse.

Zum Gast­hof gehört auch ein eben­falls urge­müt­li­cher Ver­an­stal­tungs­raum, bzw. zwei auf zwei Eta­gen. Bei­de sind bar­rie­re­frei, ein Fahr­stuhl ist vor­han­den, eben­so ein Behin­der­ten-WC. Die Räu­me wer­den für Fei­er­lich­kei­ten aller Art ver­mie­ten und wer es rich­tig roman­tisch mag, kann hier sogar hei­ra­ten. Eine super schö­ne Loca­ti­on zum Bei­spiel für Fami­li­en­fes­te, die Kids kön­nen sich auf dem Muse­ums­ge­län­de austoben.

Wei­te­re Ausflugstipps

Auf der bereits erwähn­te Web­sei­te des Natur­parks Lüne­bur­ger Hei­de fin­den Sie wei­te­re Ausflugstipps.

Text und Fotos: Bir­git Gärt­ner; Quel­le Hei­de­blü­ten-Baro­me­ter: Web­sei­te des Natio­nal­parks Lüne­bur­ger Hei­de; Quel­le Foto Joë­let­te: Face­book

 

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Küchen indi­vi­du­ell gestalten

Pas­sen Sie Ihre Traum­kü­che Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen an

Das Bild zeigt das Logo von Möbel Höffner und ein Plakat mit der Aufschrift niemand liefert und montiert mehr Küchen in Deutschland

Das Möbel­haus ist bekannt für die gro­ße Viel­falt an Ein­bau­kü­chen, die indi­vi­du­ell nach eige­nem Geschmack ent­wor­fen wer­den kön­nen. Und auch nach per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen von Men­schen im Roll­stuhl: Unter­fahr­ba­re Spü­len und Her­de, Schrank­tü­ren, die sich wie von Zau­ber­hand durch ein­fa­che Berüh­rung öff­nen las­sen, oder Schrank­ele­men­te zum aus­zie­hen - alles kein Pro­blem. Kom­pe­ten­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bera­ten gern und hel­fen so, dass auch Men­schen im Roll­stuhl ihren Küchen­traum ver­wirk­li­chen können.

Gro­ße Auswahl

Ins­ge­samt 17 ver­schie­de­ne Her­stel­ler führt das Haus, nur einer davon, die Fir­ma CUBO, hat kei­ne roll­stuhl­ge­rech­ten Vari­an­ten im Pro­gramm. Die Sys­te­me der ande­ren Anbie­ter sind unter­schied­lich, so dass auf die sehr sub­jek­ti­ven Bedürf­nis­se der Betrof­fe­nen ein­ge­gan­gen wer­den kann.

Wer mag, kann sich in der Möbel­aus­stel­lung inspi­rie­ren las­sen. Von der schlich­ten Koch­zei­le bis zur edlen Land­haus­kü­che ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Den All­tag erleichtern

Ver­schie­de­ne Model­le kön­nen mit unter­fahr­ba­rer Spü­le und unter­fahr­ba­rem Herd gelie­fert wer­den. Das Koch­feld ist brei­ter als bei den übli­chen Küchen­her­den, dafür ist es nicht so tief, damit der Chef de Cui­sine auch sit­zend den Über­blick behält.

Behin­der­ten­freund­li­che Oberschränke

Ver­schie­de­ne Sys­te­me erleich­tern den Umgang mit den Möbeln. Ober­schrän­ke gibt es bei­spiels­wei­se mit Türen, die durch eine Berüh­rung auto­ma­tisch öff­nen und per Knopf­druck wie­der geschlos­sen wer­den kön­nen (oben in den Bil­dern) oder mit einem Regal­sys­tem, das per Hand im Sit­zen her­un­ter­ge­zo­gen und anschlie­ßend wie­der hoch­ge­scho­ben wer­den kann (unten in den Bil­dern).

Behin­der­ten­freund­li­che Unterschränke

Auch Unter­schrän­ke sind in ver­schie­de­nen behin­der­ten­freund­li­chen Vari­an­ten erhältlich.

Das pas­sen­de Esszimmer

Wo gekocht wird, wird auch geges­sen. Auch das pas­sen­de Ess­zim­mer zu der eige­nen Traum­kü­che hat Möbel Höff­ner im Pro­gramm. Mit einer gro­ßen Aus­wahl an unter­fahr­ba­ren Ess­ti­schen und Mobi­li­ar in indi­vi­du­ell ange­pass­ter Höhe.

Gro­ße Aus­wahl an Küchenutensilien

Möbel Höff­ner bie­tet nicht nur Küchen und Ess­zim­mer, son­dern auch Töp­fe, Pfan­nen, Geschirr, Küchen­uten­si­li­en aller Art und hüb­sche Dekoartikel.

Text und Fotos: Bir­git Gärtner

Infor­ma­tio­nen

Stan­dard in allen Filialen

www.hoeffner.de

– Sor­ti­ment: Möbel, Tep­pi­che, Bett­wä­sche, Haus­halts­wa­ren, Deko und Restaurant

– Mobi­li­täts­ser­vice: Roll­stüh­le und Kin­der-Bug­gys kön­nen aus­ge­lie­hen werden das Bild zeigt die Ausleih-Buggys

– Kun­den­ser­vice: Info­points auf allen Ebe­nen über die gesam­te Flä­che verteilt

Das Bild zeigt einen der Infopoints, einen Schreibtisch mit Stühlen auf beiden Seiten

– Spei­sen­an­ge­bot: kal­te und war­me Spei­sen, Kuchen und Dessert

– Küche: Fleisch, Fisch, auch vege­ta­ri­sche und vega­ne Angebote

– Kin­der-Senio­ren­tel­ler: vie­le Spei­sen sind in unter­schied­li­chen Tel­ler­grö­ßen erhältlich

– Zusatz­stof­fe: sind nicht deklariert

– Selbst­be­die­nung am Buf­fet, bei Bedarf kann Unter­stüt­zung abge­ru­fen werden

– Tablett­wa­gen: sind vorhanden

Das bild zeigt die Wagen, mit denen Tabletts transportiert werden können

– Kin­der­stüh­le: sind vorhanden

– Decken­hö­he: sehr hoch

Das Bild zeigt einen Blick von oben auf die unteren Etagen und den Fahrstuhl – Laut­stär­ke­pe­gel: lei­se Hin­ter­grund­mu­sik, kaum Laut­spre­cher­durch­sa­gen. Der Tep­pich­bo­den schluckt sehr viel von der Lautstärke

 

– Beschil­de­rung: gut les­bar und verständlich

– Zuwe­gung: stufenlos

– Ein­gang: kei­ne Schwelle

– Tür auto­ma­tisch öffnend

Das Bild zeigt den Eingang; zu sehen sind die automatisch öffnende Tür und die Schranke

– Bewe­gungs­frei­heit: brei­te Gänge

Das Bild zeigt einen Gang

– Boden: Im Erd­ge­schoss Zement oder Lin­ole­um, in den obe­ren Eta­gen Filzteppich

Das Bild zeigt den graubraunen Fliesteppich

– Fahr­stuhl: ist vorhanden

Das Bild zeigt den Fahrstuhl

– tak­ti­les Leit­sys­tem: nicht vor­han­den, doch Blin­de kön­nen sich füh­ren las­sen. Bei vor­he­ri­ger Anmel­dung werr­den sie am Bus abgeholt.

– Assis­tenz­hund: kann mit­ge­führt wer­den, auch im Restaurant

– Park­plät­ze: Behin­der­ten-Park­plät­ze direkt vor dem Eingang

– Zuwe­gung: stufenlos

– Ein- und Aus­gang: Tür auto­ma­tisch öffnend

Das Bild zeigt den Eingang; zu sehen sind die automatisch öffnende Tür und die Schranke

– Fahr­stuhl­tür: ca. 90 cm breit

Das Bild zeigt den Fahrstuhl

– Bewe­gungs­frei­heit: die Gän­ge sind breit genug auch für gro­ße Rollstühle

Das Bild zeigt einen Gang

– Tische: unterfahrbar

Das Bild zeigt einen Holztisch und zwei weiße Stühle

– Die Höhe des Buf­fets beträgt 90 cm, die Spei­sen sind dar­auf in Scha­len ange­rich­tet, das bedeu­tet, sie sind sit­zend nicht alle erreich­bar und zum Teil auch nicht einsehbar

Das Bild zeigt einen Blick auf das Salatbuffet

– Türen: Die Tür zur Ter­ras­se ist nicht in allen Filia­len auto­ma­tisch öff­nend, der Zugang zur Ter­ras­se erfolgt über manch­mal über Stufen.

– Toi­let­ten: Alle Toi­let­ten sind auf glei­cher Ebe­ne wie das Restau­rant, ein Behin­der­ten-WC ist vor­han­den. Zu den Toi­let­ten füh­ren in den meis­ten Häu­sern Türen, die nicht auto­ma­tisch öff­nend sind

Das Bild zeigt das Behinderten-WC

– Roll­stüh­le und Kin­der-Bug­gys kön­nen aus­ge­lie­hen werden

das Bild zeigt die Ausleih-Buggys

– Die Höhe der Kas­sen beträgt 90 cm, des Lauf­bands 96 cm

Das bild zeigt den Kassenbereich

– Roll­stuhl­ge­rech­te Küchen kön­nen nach sub­jek­ti­ven Bedürf­nis­sen ent­wor­fen werden

Das Bild zeigt eine Einbauküche mit unterfahrbarer Spüle und unterfahrbarem Herd

Bei Anruf Kultur

So ein­fach kommt Kul­tur ins hei­mi­sche Wohnzimmer

Das Bild zeigt eine Fotoausstellung im Museum

Kul­tur für alle

Wäh­rend des Coro­na-Lock­downs im Früh­jahr 2021 ent­wi­ckel­te der Blin­den- und Seh­be­hin­der­ten­ver­ein Ham­burg (BSVH) gemein­sam mit dem Büro grau­wert - Büro für Inklu­si­on & demo­gra­fie­fes­te Lösun­gen sowie zahl­rei­chen Kul­tur­ein­rich­tun­gen in Ham­burg, u.a. der Stif­tung His­to­ri­sche Muse­en Ham­burg (SHMH), ein inno­va­ti­ves Ver­mitt­lungs­kon­zept, um Kul­tur auch in die­ser schwie­ri­gen Zeit zugäng­lich zu machen: „Bei Anruf Kul­tur“ erreicht Men­schen, die die­se nicht live erle­ben kön­nen – per Telefon.

Sozu­sa­gen aus der kul­tu­rel­len Not gebo­ren, hat sich das Pro­jekt eta­bliert und wird wir alle sind ein­ge­la­den, das Ange­bot zu nut­zen. Das funk­tio­niert ganz unkom­pli­ziert: Ein­fach Ver­an­stal­tung aus­su­chen, anmel­den, mit dem Tele­fon ein­wäh­len und in einer klei­nen Grup­pe teil­neh­men. Span­nen­de Ein­bli­cke und gute Gesprä­che inklusive.

Das Pro­gramm:

Auf dem Pro­gramm ste­hen u.a. ein Besuch in der Elb­phil­har­mo­nie, im Schloss Ber­ge­dorf, im Muse­um für Kunst und Gewer­be, im Alto­na­er Muse­um oder auf dem Muse­ums­schiff Peking.

Sie sit­zen zuhau­se auf dem Sofa, ganz gemüt­lich, es macht nichts, wenn die Fri­sur nicht sitzt, die Chips­tü­te knis­tert, der Sekt­kor­ken knallt, der Kater schnurrt oder das Tele­fon klin­gelt – Sie sind stumm geschal­tet. Ledig­lich für Sach­fra­gen wer­den Sie dazu geschal­tet, oder nach dem vir­tu­el­len Rund­gang für einen gemein­sa­men Aus­tausch. Der fin­det aber nur audi­tiv statt; sprich: Sie sind zu hören, aber nicht zu sehen. Und es ist auch ganz egal, wo Sie sind – auch außer­halb Ham­burgs. Sie brau­chen ledig­lich ein funk­ti­ons­tüch­ti­ges Telefon.

So kommt das Muse­um auch in ihr Wohnzimmer:

Link zur bar­rie­re­frei­en Dar­stel­lung des Pro­gramms. Als Pro­gramm­an­sa­ge unter Tele­fon 040 - 20 94 04 66 und als Pro­gramm­zet­tel zum Aus­druck (PDF).

Eine Anmel­dung ist bis einen Tag vor der Füh­rung bei Mela­nie Wöl­wer vom BSVH per Mail an buchung@beianrufkultur.de oder Tele­fon 040 - 20 94 04 29 nötig.

Danach erhal­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer eine Fest­netz­num­mer und die Raum­num­mer für die Ein­wahl. Wäh­rend der Füh­rung wer­den sie auf stumm geschal­tet und kön­nen so in aller Ruhe zuhö­ren, müs­sen sich aber gleich­zei­tig kei­ne Sor­gen machen, wenn sie auf der hei­mi­schen Couch mit der Decke rascheln oder die Tee­tas­se geräusch­voll abstel­len. Zwi­schen­durch wer­den die Teil­neh­men­den wie­der dazu geschal­tet, um Fra­gen zu stel­len. Die Füh­run­gen dau­ern eine Stun­de, ein wei­te­rer Aus­tausch im Anschluss ist möglich.

 

Möch­ten Sie eine Tele­fon­füh­rung als fes­te Grup­pe buchen?

Schrei­ben Sie ger­ne eine Mail an buchung@beianrufkultur.de und tei­len uns mit, für wel­che Füh­rung Sie sich inter­es­sie­ren. Wir ver­mit­teln Ihre Anfra­ge ger­ne direkt an das ent­spre­chen­de Haus. Bit­te beach­ten Sie, dass Grup­pen­füh­run­gen nicht im Rah­men des kos­ten­frei­en Ange­bots stattfinden.

Text: grau­wert - Büro für Inklu­si­on & demo­gra­fie­fes­te Lösungen

Fotos: Bir­git Gärtner

Bar­rie­re­frei - Gas­tro- & Kul­tur­füh­rer   -   Schwer­punkt Norddeutschland

Vor­la­ge blanco

Ori­gi­nel­le Geschenkideen

Weih­nachts­markt auf dem Rathausmarkt

Das Bild zeigt einen Verkäufer eiens Standes mit Dresdner Christstollen in historischer Tracht

Der hüb­sche Weih­nachts­markt vor der  his­to­ri­schen Kulis­se des Ham­bur­ger Rat­hau­ses steht unter dem Mot­to „Kunst statt Kom­merz”: Eigen­erzeug­nis­se und Kunst­hand­werk, u.a. aus Dres­den, dem Erz­ge­bir­ge, Nürn­berg oder Tirol, laden zum Stö­bern ein und bie­ten ori­gi­nel­le Geschenkideen. 

Auf dem von Ron­cal­li betrie­be­nen Markt wird ein eige­ner Rat­haus­markt-Glüh­wein aus­ge­schenkt, Nürn­ber­ger Leb­ku­chen, Dresd­ner Stol­len oder gefüll­tes Hand­brot, frisch aus dem Holz­back­ofen, sor­gen für das leib­li­che Wohl. 

Vie­le Spe­zia­li­tä­ten gibt es auch zum mit­neh­men. Mit dem echt Dresd­ner Christ­stol­len sind die Advents-Kaf­fee­ta­feln gesi­chert und mit den Spe­zia­li­tä­ten aus Tirol lässt sich der Vor­rats­schrank für die Win­ter­zeit pri­ma auffüllen.

An eini­gen Stän­den wird ech­tes Kunst­hand­werk ange­bo­ten. Egal, ob Klei­dung, Deko­ar­ti­kel oder Weih­nachts­ge­schen­ke für die Lie­ben - wer etwas Beson­de­res sucht, wird hier in jedem Fall fündig. 

Text und Fotos: Bir­git Gärtner

Infor­ma­tio­nen

Ori­gi­nel­le Geschenkideen

Rat­haus­markt, 20095 Hamburg

Web­sei­te:  Weih­nachts­markt auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz

Anfahrt:

HVV

HVV-Auf­zugs­plan 

21. 11. - 23.12.2022

täg­lich 11 bis 21 h

Frei­tag und Sams­tag: 11 bis 22 h

 

– Zuwe­gung: stufenlos

– Bewe­gungs­frei­heit: die Gän­ge sind breit genug auch für grö­ße­re Rollstühle

– Toi­let­ten: Toi­let­ten sind auf dem Are­al nicht vorhanden

Lis­te öffent­li­cher Toi­let­ten in Hamburg

Ganz in weiß

Weih­nachts­markt auf dem Jungfernstieg

Das Bild zeigt eine Frau an einem Verkaufsstand für Produkte aus Olivenholz, die die Arme ausbreitet

Alle Jah­re wie­der leuch­ten sie weiß wie der Schnee: Die klei­nen Zel­te ent­lang des Jung­fern­stiegs, die als Ver­kaufs­stän­de die­nen für Speis und Trank sowie edles Kunsthandwerk.

Bei­spiels­wei­se Pro­duk­te aus ech­tem Oli­ven­holz, die alle begeis­tern dürf­ten, die ihre Spei­sen nicht nur gut kochen, son­dern auch anspre­chend prä­sen­tie­ren möchten.

Auf Ham­burgs Weih­nachts­märk­ten wird an alle gedacht, am Jung­fern­stieg ganz beson­ders an Fif­fi, Flo­cki, Bla­cky und Wal­di: Eine Dame ver­kauft Hun­de­ku­chen, getrei­de­frei und mit viel Lie­be selbst gebacken.

Selbst­ver­ständ­lich kommt auch der Genuss nicht zu kurz. Egal, ob eine Tas­se Kaf­fee zwi­schen­durch, ein Grog zum auf­wär­men, eine frisch geba­cke­ne Waf­fel für Herz und See­le, oder wenn Sie der klei­ne oder gro­ße Hun­ger plagt - auf dem Weih­nachts­markt am Jung­fern­stieg wer­den Sie das pas­sen­de getränk oder Gericht finden.

Text und Fotos: Bir­git Gärtner

Infor­ma­tio­nen

Wei­ßer Zau­ber an der Alster

Jung­fern­stieg

22767 Ham­burg

täg­lich von 11 - 21h

Web­sei­te:  Weih­nachts­markt Jungfernstieg

Anfahrt:

HVV

HVV-Auf­zugs­plan 

17. 11. - 29.12.2022

täg­lich von 11 - 21h

(20.11. sowie 24./25.12. geschlossen)

– Zuwe­gung: stufenlos

– Bewe­gungs­frei­heit: die Gän­ge sind breit genug auch für gro­ße Roll­stüh­le, der Boden ist gepflastert

– Toi­let­ten: Direkt am Jung­fern­stieg befin­det sich eine öffent­li­che Automatiktoilette.

Das Bild zeigt das WC

Eine wei­te­re öffent­li­che Toi­let­te inkl. Behin­der­ten-WC befin­det sich  am Ein­gang zum U/S-Bahn­hof Jungfernstieg

Lis­te öffent­li­cher Toi­let­ten in Hamburg

Jul in Hamburg

Weih­nachts­markt an der Petri-Kirche

Das Bild zeigt einen Verkaufsstand, an dem bunte Dufthölzer in kugelform verkauft werden

Der tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­markt an der St. Petri Kir­che mit­ten im Her­zen der City bie­tet skan­di­na­vi­sches Flair. Über 200 ech­te Tan­nen sor­gen für eine woh­li­ge, fami­liä­re Atmo­sphä­re, die durch den Duft gebrann­ter Man­deln und Glüh­wein ver­stärkt wird.

Die lie­be­voll gestal­te­ten Weih­nachts­hüt­ten im Schwe­den-Style die­nen als Ver­laufs­stän­de für regio­na­le und inter­na­tio­na­le Lecke­rei­en sowie Kunsthandwerk.

Im Mär­chen­wald kön­nen Kin­der alt­be­kann­te Mär­chen­wel­ten ent­de­cken. Rund um die Kir­che sind in meh­re­ren gro­ßen Glas­vi­tri­nen die ver­schie­dens­ten Mär­chen­mo­ti­ve zu bestaunen.

Selbst­ver­ständ­lich kom­men auch die Eltern nicht zu kurz, neben Ker­zen, Schmuck und Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on wer­den bei­spiels­wei­se Bild­dru­cke mit Ham­burg-Moti­ven angeboten. 

Text und Fotos: Bir­git Gärtner

Infor­ma­tio­nen

Ech­te Tan­nen, Mär­chen­wald und Pof­fert­jes mit Flöff

Bei der Petri­kir­che 2, 20095 Hamburg

Web­sei­te:  Weih­nachts­markt an der Petri-Kirche

Anfahrt:

HVV

HVV-Auf­zugs­plan 

17. 11. - 30.12.2022

täg­lich von 10:30 - 21h

(24.12. bis 14:00 Uhr.
25.12. geschlos­sen)

– Zuwe­gung: stufenlos

– Bewe­gungs­frei­heit: die Gän­ge sind breit genug auch für gro­ße Roll­stüh­le, der Boden ist gepflastert

Toi­let­ten sind nicht vor­han­den, das öffent­li­che WC am Ger­hard-Haupt­mann-Platz ist im Untergeschoss.

Auf dem Weih­nachts­markt am Ger­hard-Haupt­mann-Platz befin­det sich ein Toi­let­ten­häus­chen inklu­si­ve Behinderten-WC

Das Foto zeigt das Toilettenhäuschen auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Gerhard-Hauptmann-Platz. Eine Rampe mit Geländer führt zum Behinderten-WC

Lis­te öffent­li­cher Toi­let­ten in Hamburg

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