Ist das das Ende der Schulbegleitung in Hamburg, weil gespart werden muss?
Statt Unterstützung für Kinder mit Einschränkungen lieber den
Elbtower mit 700 Millionen Euro Steuergeld retten ?
15. Juli 2026 Symbolbild untenstehend
Diese Aufregung hätten sich die Eltern von Schulkindern in Hamburg gern erspart.
Vor dem Hintergrund der sinkenden Steuereinnahmen und der Verschwendung von Geld für Prestigeobjekte – der Senat will mit Steuergeld für 700 Millionen Euro Teile des berüchtigten Elbtowers kaufen – soll überall der Rotstift angesetzt werden. Obwohl die Kosten der Schulbegleitung nur ein Prozent des Etats der Schulbehörde ausmachen, sollen hier große Veränderungen greifen.
Nach Meinung der Schulbehörde wurde in der Vergangenheit viel zu großzügig mit für erforderlich erachtete Begleitung im Unterricht umgegangen.
Wie wertvoll die individuelle Begleitung eines Kindes mit einer wie auch immer gearteten Behinderung durch Fachkräfte ist, erfährt man im Gespräch mit Lehrkräften und Eltern.
Nicht nur das Kind, das Begleitung erfährt, profitiert, sondern die ganze Klasse arbeitet konzentrierter, wenn ein Kind, das länger zum Verstehen braucht, individuell, ohne die Klasse insgesamt zu verlangsamen, den Stoff gezielter vermittelt bekommt.
Tausende Schulbegleiter verlieren ihren Job, für den sie ausgebildet wurden.
Sie sollen durch junge Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten, ersetzt werden, jeweils ein FSJler für mehrere Kinder mit definiertem Betreuungsbedarf .
Wer überhaupt in den Genuss dieser reduzierten Betreuung kommt, entscheidet jetzt die Schulbehörde, die es offensichtlich besser kann als die regionalen Fachkonferenzen.
Schon jetzt ist die Zahl der FSJ Kräfte zu gering für alle zugedachten Aufgaben.
Ohne deren Engagement in Frage zu stellen, ist die individuelle Begleitung durch Fachkräfte doch ganz anders gelagert.
Zu spüren bekommen werden es nicht nur die Kinder mit einer Einschränkung, sondern alle Kinder einer Klasse.
Da fragt man sich doch, ob der Schulcampus an der Königstrasse in Altona wirklich 130 Millionen Euro kosten musste.
In einem weniger pompösen Gebäude läßt es sich nicht schlechter lernen.